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Lieber Norbert,
es gibt ja nicht viele Gründe, Frankfurt Berlin vorzuziehen, aber...
phyllis - 28. Juli, 18:01
Während Sie
offensichtlich bis zu den Ohren in Arbeit stecken, bin ich hier in der...
Norbert W. Schlinkert - 28. Juli, 15:24
Montagsflausenarbeitsjourn al
Also, was tut sich? Madame läse gerne haufenweise...
phyllis - 28. Juli, 10:54
In der Tat,
lieber Norbert, taugt das Diametral-Spiel nicht für längeren...
phyllis - 28. Juli, 09:24
Rational betrachtet
stehen sich Korkbelag und Betonplatte auch diametral gegenüber, abgesehen...
Norbert W. Schlinkert - 27. Juli, 18:10
Komplett irrationale...
Wort-karg und leut-selig stehen sich diametral gegenüber....
phyllis - 27. Juli, 11:58
*kringelt sich*
Famos! Merci für diese inspirierten Verse, Monsieur!
phyllis - 26. Juli, 12:00
Die Taube saß vorm...
und sah den Hahn ganz traurig aan. "Kannst du nicht krähen," dachte...
albannikolaiherbst - 26. Juli, 11:19
... Erfrischung gefällig?
phyllis - 26. Juli, 09:45
@ Lady Flie
Das ist hübsch! Allein schon, das Wort "Saftladen" mal wieder zu lesen...
phyllis - 25. Juli, 15:01
Fragen Sie doch
einfach Dr. Schmitt, ob er hinhoppelt und Bescheid sagt : )
phyllis - 25. Juli, 14:59
scheiß Technik...
immer den alten Einbettungscode bei twoday lmaoo
Lady Flie (Gast) - 25. Juli, 14:11
HOPE
Rauminstallationsausschnit tsfotografie kann funktionieren, wenn madames...
lady flie (Gast) - 25. Juli, 14:08
OK
Muss ich aber erst noch einfangen. Weitläufige Bergweide, kann also...
speedhiking - 25. Juli, 12:47
*grinst*
Danke für den Tipp. Ich bräuchte dann bitte noch ein Pony, das...
phyllis - 25. Juli, 11:19
Was das Herz mit Freude...
Was das Herz mit Freude verrichtet, des wird die Hand nicht müde -...
speedhiking - 25. Juli, 09:30
Artgerechte Buchhaltung
Madame sitzt heute über ihren Belegen. Unnötig...
phyllis - 25. Juli, 08:41
@Der Dilettant
Also, Latte, das ist für mich heiss und schaumig und ich zahl' sogar...
phyllis - 24. Juli, 08:48
Durchbruch!
Wenn Sie diese Erkenntnis nun noch gewinnbringend anwenden, kann eigentlich...
phyllis - 24. Juli, 08:38
@Slavko
Moje veselje : )
phyllis - 24. Juli, 08:35


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Zuletzt aktualisiert: 28. Juli, 18:02

Montagsflausenarbeitsjournal

Also, was tut sich? Madame läse gerne haufenweise Schmöker gelehrte Bücher, vorzugsweise im Park oder am Strand. Die Wahrscheinlichkeit indes, dass das heute geschieht, beläuft sich auf Null. Ebenso wie ihre Vorliebe, auf dem Wochenmarkt nach kulinarischen Leckereien Ausschau zu halten, die sie abends in die Pfanne werfen kann, heute nicht befriedigt werden wird, nicht nur, weil kein Markt ist, sondern, weil sie sich seit Paris zwei Kilo Frustspeck angefressen hat, der weder zum Sommer, noch zu den schönen Kleidern passt, die sie von dort mitgebracht hat. Also weiter. Die Buchführung liegt hier noch herum, blockiert wichtige Arbeitsflächen, muss erledigt und eingetütet werden. Yeji. Natürlich sagt der Drucker just zu diesem Zeitpunkt, er brauche neue Patronen, also müssen welche besorgt werden. Ein Blick aufs Konto. (Huch.)
Das Wort Fixkosten ist für Selbstständige noch bedrohlicher als für Angestellte, vermute ich, doch da lässt sich vielleicht etwas drehen. Ein paar Mitgliedschaften in irgendwelchen Freundeskreisen kündigen, vielleicht sogar das teure Sportstudio? Joggen kostet nichts und Krafttraining lässt sich mit den neu entdeckten youtube-Filmen auch ziemlich gut von zuhause aus machen. Bin eh stark genug, mein Bizeps jagt sogar mir manchmal Angst ein. Und eine Parkbank lässt sich für überraschend viele Übungen nutzen, wenn man die Blicke der Passanten ausblenden kann.
Die Künstlersozialkasse hat nach der Prüfung meinen Monatsbeitrag verdreifacht, übrigens. Nicht, dass ich dreimal mehr verdiente dieser Tage, nein, nur die Einstufung meiner Erwerbstätigkeiten hat sich verändert: Nach ehrlicher Offenlegung meiner Tätigkeiten war diese Konsequenz abzusehen. Meinetwegen. Hab' keine Lust, die KüSo anzulügen, bin froh, dass sie überhaupt noch existiert.
So wird das aber nichts mit den Flausen, wenn ich hier nur Organisationszeugs aufliste. Aber wenn es mich doch verfolgt!

Ich hab' viele Auftraggeber für Seminare und Kurse. Ich werd' mich auch weiterhin tragen können. Gut fühlt sich der neue Ansatz an, Schreib-Workshops in eigener Verantwortung anzubieten - der erste, letzten Monat, war ein voller Erfolg, daran gilt es nun anzuknüpfen. Werbung zu machen. Nicht meine Lieblingsbeschäftigung, doch die Leute müssen ja irgendwie in die Bude kommen. Ab dann ist's sowieso wunderbar: mit wachen Menschen zu arbeiten.
Apropos wach: bin sowas von schlapp dieser Tage. Am Sommer kann das doch nicht liegen?! Ein genialer Sommer ist das. Nur der Blick über die Landesgrenzen in die Kriegsgebiete: jeden Tag eine Ladung Gram und Grimm. Da scheint mir mein eigener Kummer fast unwesentlich: Ich verliere mein Atelier, in drei Wochen muss ich's geräumt haben. Fragen Sie mich nicht, warum, die Person, die es mir über Jahre zur Verfügung gestellt hat, braucht es jetzt einfach für neue Zwecke. Ich bin dankbar. Und hochnervös. Die Sache ist nämlich die, um das Geld zu haben, regulär ein Atelier anzumieten, müsste ich so viel mehr Lohnarbeit machen, dass ich keine Zeit mehr fürs Atelier hätte. Verflixt, das. Falls Ihnen zufällig eine Idee kommen sollte, wo Madame in Zukunft hier in Frankfurt und Umgebung ohne große Kosten zeichnen könnte, lassen Sie bitte von sich hören, ja? Meine Uhr tickt. Und das gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem ich künstlerisch hochinspiriert bin, nach der Arbeitsphase im Pariser Atelier.

Am Donnerstag gehe ich übers Wochenende mit Ladybird in ein Yoga-Retreat ins Kloster. Vermutlich wird sich der nächste Montag dann anders anfühlen als dieser. Vielleicht sogar flausiger! ; )
Ich leg' dann mal los. Drei Stunden getändelt seit dem Aufstehen, das muss ich hinten wieder dranhängen... wird ein langer Tag.

Ihnen einen guten!
Herzlich:
Phyllis


Aktuell: TTagesjournal
91 reads

Komplett irrationale Notate, ff



Wort-karg und leut-selig stehen sich diametral gegenüber.

(Unnötig zu erwähnen, dass bei TT heute eher der erstgenannte Zustand zutrifft ; )




Zeichnungsserien:: Komplett irrationale Notate
133 reads

... Erfrischung gefällig?





Atelier:: Zeichnungen
191 reads

Artgerechte Buchhaltung

Madame sitzt heute über ihren Belegen. Unnötig zu erwähnen, dass dies eine ihrer absoluten Lieblingsbeschäftigungen ist. Gleichgesinnte können sich gerne anschließen; für Erfrischungen ist gesorgt.





Aktuell: TTagesjournal
176 reads

Bettelfische

Und morgens, rücklings bei Ladybird auf der Holzterrasse, während die Meisen in den Ästen der alten Kiefer herumpiepen, zu deren knorrigen Ästen man, atmend (heute mit "ocean-breath", für die Eingeweihten), aufblickt; dazu die zwölf (In Zahlen: 12) Goldfische im Teich, von denen man nicht viel mehr weiß, als dass sie Bettelfische sind, weil sie immer angeflutscht kommen, kaum, dass man unten an die Teichkante tritt, sie kommen pulkweise und schwappen und reißen erstaunlich große, innen rosafarbene Mäuler auf, auf dass man etwas hineintue, wofür nur das Einmachglas zu öffnen ist, das dort immer bereitsteht, hernach hineinzugreifen und ein Händchenvoll Flocken herauszu, die wie ein Rieselwind von oben in die schaukelnden Mäulchen,
während plötzlich diese Brise,
und Ladybird verabreicht in Sri Lanka handgefertigte, freundliche Hosen, denn Yoga wird nicht einfach gemacht, sondern praktiziert, das geht entweder ganz nackend oder in weichstem Gewebe
(der > Wirklichkeit)
und die Fingerspitzen am Holz, während wer sich vom Aste aufschwingt mit leichtem Flügelschlag (nein, nicht die Seele, ein Fink ist's)
doch ich ihm hinterher (feinstofflich betrachtet)
während der Körper einmal nicht (gottlob) irgendwas will, Hunger Pippi Durst, oder Ziepen hat irgendwo, des Körpers Verfassheit also einfach nur wohlwollend, einen Moment lang (kaum zu fassen: wohlwollend!)
und ocean breath (!) mittenmang der hessischen (!) Vogelwelt, gell, von den Insekten ganz zu schweigen:
frag' einer bitte keiner nach der Ameisenstraße, die Ladybird seit Tagen argwöhnisch in der Küche beobachtet, von draußen durch die Kachelritzen schnurgeradewegs ins Schlaraffenlad ihres dreifach segmentierten Mülleimers ziehen ordentliche Kolonnen,
frag' auch niemand nach dem REIHER, der schon siebenbisachtmal alle Fische gefressen, nein, heruntergeschlungen haben soll, ihren Klagen zufolge,
während doch alle aus der dunklen, dunklen Tiefe des Gewässers irgendwann (bis auf den dicksten, dreizehnten, doch das ist auch der älteste gewesen und vielleicht an Altersschwäche(...?)...) wieder quicklebendig zum Betteln heranschwimmen, sobald wir, schlaff und wehrlos glücklich (sagte letztens ein Kursteilnehmer, im Ernst, "wehrlos glücklich" sei er nach meinem Kurs!), also wir runter zum Wasser, halberleuchtet ins Konservenglas greifen,
Futterwind machen,
lachen,
und wirklich einen Augenblick lang vergessen, was wir eigentlich gewollt haben sollten






TT’s Favoriten:: Beste Texte - Gewebeproben
186 reads

Ausgeflogen




.


Atelier:: Skizzenbuch
234 reads

Beschwörung

Also, diese Nachwuchskünstler:innen... ; )




Aktuell: TTagesjournal
346 reads

Elfenbeinturm, Tunnel, Basislager

Madame TT begibt sich heute zu einem Rundgang an ihre alte Kunstakademie; mal sehen, was der Nachwuchs so draufhat. Lang' war ich nicht mehr dort: mein Interesse gilt mehr jenen, die schon ein-, zwei Jahrzehnte in der freien Wildbahn unterwegs sind. Die längst keine freie Bahn mehr ist, falls sie das je war, sondern... ja, was? Heute Nacht träumte ich von gefluteten Tunneln. Und Berggipfeln.

Lese gerade Jaques Rancière: "Der unwissende Lehrmeister, Fünf Lektionen über die intellektuelle Emanzipation". Vielleicht ist es Linkskitsch, zu propagieren, Intelligenzen könnten sich auf Augenhöhe begegnen, wenn man nur früh genug die Bedingungen dafür schaffe. Ich weiß es nicht. Werden Künstler noch für Kunst gebraucht? In allen Büchern, ob nun Sachbuch oder Belletristik, die mir in letzter Zeit Impulse gegeben haben, spielt Kunst im besten Fall als Randerscheinung eine Rolle.

Ah, Madame ist ernst zumute. Zuviel von Fremden vorgefilterte Information tut ihr nicht gut. Zeit für die Nachwuchskünstler:innen.
Doch erst einmal raus in den Park. Laufen. Den Kopf wieder frei bekommen.

Ich wünsche Ihnen einen Sonntag ohne vorgegarte Gedanken!

Herzlich:
TT


Aktuell: TTagesjournal
223 reads

Creation





Aktuell: TTagesjournal
265 reads

Farah Days Tagebuch, 22

Freitag, 18. Juli 2014

Er ist Slawe, spricht ein fließendes, hohes Deutsch mit diesem gurrenden Akzent, dessen Klang immer schon ausreichte, mir alle Härchen aufzustellen. Älter als ich. Dunkler.
Wir sind auf einer Art Konferenz, die mehrere Tage andauern wird. Meine persische Freundin ist ebenfalls da; wir werden einen Vortrag über ein gemeinsames künstlerisches Vorhaben halten. Die Tagung findet hier auf dem Schloss statt, das hoch am Berg gelegen ist, umringt von alten Steinhäusern, in denen offenbar niemand mehr wohnt.
Wir, die Teilnehmer der Konferenz, bevölkern das gesamte Gelände. Manchmal drängen wir durch einen schmalen Gang, über eine kleine Brücke, für solch einen Ansturm sind die Durchgänge manchmal nicht geeignet. Wenn das passiert und ich mich inmitten anderer vor einem Nadelöhr befinde, kehre ich um, suche nach einer besseren Öffnung. Klettere Mauern hoch. Ich bin stark. Physisch unversehrt.
Das Schloss ist grandios. Nicht edel. Ein Künstlerparadies: riesige Säle, kaum Mobiliar, Licht dringt durch Spalten und unverglaste Fensteröffnungen. Plattformen, Podeste, Treppenfluchten. Enorm viel Platz. Keine Wärter. Keine Bücher - und keine Kunst. Kein einziges Kunstwerk, weder Bilder noch Statuen. Dafür steinerne Arbeitstische von enormen Ausmaßen. Wir finden hier reines Material vor: niemand vor uns hat diesen Räumen seine Handschrift aufgeprägt.

Später stehen wir oben am Eingang. Eben trifft eine neue Delegation ein; die Frauen und Männer sehen jüdisch aus. Wir beobachten ihre Ankunft, der Vorplatz quillt aus allen Nähten. Einer der Neuankömmlinge, ein junger Mann Mitte zwanzig, weigert sich, sein Gepäck den steinernen Aufgang nach oben zu schleppen. Auf halbem Wege bleibt er stehen und hebt erzürnt die Stimme: keinen Schritt werde er weitergehen. Ich rutsche auf dem Bauch die Treppeneinfassung zu ihm hinunter, greife mir seine Koffer, hieve sie rückwärts steigend nach oben.

Ich stehe schon eine ganze Weile alleine draußen, als gegen Abend der Slawe an meine Seite tritt. Auf welche Weise wir später in diesen Raum gelangt sind, weiß ich heute Morgen nicht mehr, doch als sich die Tür hinter uns schließt, wird mir klar, dass wir bleiben werden.
Er untersucht mich mit großer Expertise, jeden Quadratzentimeter Haut, jede Öffnung, spricht mit mir, findet heraus, wie ich beschaffen bin. Nach und nach, Geste für Geste, Blick für Blick nimmt er mich in seine Verantwortung. Bis zum Morgen bleibt er angekleidet. Wir haben Zeit, bedeutet er mir, du bekommst schon noch Sex.
Endlich, als das erste Licht durch die Fenster dringt, tritt er ein paar Schritte vom Lager weg.
Als wolle er, dass ich ihn beobachte. Er legt sein dunkles Hemd über die Lehne eines schweren Holzstuhls ab, der am Schreibtisch steht, auch die Hose, dreht sich zu mir. Seine Haut ist hell im Morgenlicht, an vielen Stellen versehrt, ich kann aus der Entfernung nicht sehen, was ihn verletzt hat. Seine Brust ist mit Pusteln übersät.
Ich bin etwas angeekelt. Und traurig. Unmittelbar danach denke ich, ja, aber dann wird er mich doch umso besser verstehen. Ich werde ihm nie etwas erklären müssen, was meine eigene Haut betrifft.
Er wendet sich zurück zum Schreibtisch, nimmt ein Blatt und zeichnet mit schnellen Linien etwas aufs Papier. Hält es hoch. Ich sehe, er kann ausnehmend gut zeichnen.
Du wirst dich nie wieder alleine fühlen.
Er sagt es, als ob es nach ihm niemanden mehr für mich geben würde.


Tagebücher:: Farah Days Tagebuch
260 reads

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