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https://www.youtube.com/wa tch?v=bxSFSdcGPLM wir müssen ganze gebäudeteile...
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lonsyie (Gast) - 22. August, 01:03
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Inseeligenz
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phyllis - 21. August, 16:59
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albannikolaiherbst - 21. August, 11:41
Farah Days Tagebuch,...
Donnerstag, 21. August 2014 Schall und Rauch Die...
phyllis - 21. August, 11:17
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»Melancholie ist Belanglosigkeit mit Trauerrand.«
nömix - 20. August, 14:33
@Norbert
Verdammt richtig, Herr Kollege!
phyllis - 20. August, 08:54
(d'accord.)
phyllis - 20. August, 08:53


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Zuletzt aktualisiert: 22. August, 12:29

Farah Days Tagebuch, 24

Donnerstag, 21. August 2014

Schall und Rauch

Die Hinterlassenschaften von Ereignissen: wie sie dröhnen und dicken Rauch spucken. Außerhalb der Verdrängung zu leben! Doch was gäbe es sonst? Künstliches Koma.
Heut’ Nacht träumte mir, ein kirschgroßer Parasit habe sich in meine Wange gebohrt. Ich riss an ihm, wohl wissend, dass die Widerhaken an seinen langen, sehr dünnen Bohrwerkzeugen mir ein Loch ins Gesicht würden reißen. Je wilder ich zerrte, desto mehr Gift, wie einen heißen Strom, fühlte ich in meine Wange fließen, doch ich ließ nicht ab, bis du starbst. Metamorphosen, wie es scheint, sind nicht die ruhigen Wochen im Kokon, Metamorphosen sind geifernde Ungeheuer; im Kokon ist die Hölle los. Ah, mein Leitlicht, immerzu führst Du mich zurück ins Niemandsland, warum darf ich nicht wandeln auf sicherem Pfad, warum muss ich so viele sein. Lieber ein weiser Weg als ein solcher Wegweiser! Runter von meinem Pfad, Du Trampel.

So, also hierher kommen die Leute, um zu leben, ich würde eher meinen, es stürbe sich hier.
Wie sehr sie ist, die Selbstentfremdung, wie scheinbar dieses kleine Ich, dem, nach allem, was ich lese, eh die Existenz abgesprochen wird: Nicht nur, dass es keine Seele gebe, heißt es, nein, auch ein freier Wille ließe sich nicht finden in unserem Dickicht von Eindrücken. Allein das Wort! Ein-drücke. Einmal eingedrückt, wird das doch nie wieder prall.
Was rede ich nur.
So, also hierher kommen die Leute.
Wie kann ein schlichter Satz nur so unheimlich sein?

„Ich kann mich nicht abgrenzen“, erzählt meine Freundin, „ich spüre die Kriege, jede Minute, ich spüre die Zusammenrottungen, die Ungerechtigkeiten, die blanken Gefühle, jeden Tag dringen sie erneut in mich ein und so viel ich auch tu’, und kämpfe, mich hinzu werfe, um ein bisschen das meinige zu tun, es lässt niemals nach.“
Sie ist blass. Sie trägt die Schauplätze der Gewalt, Verwerfungen, erschöpft, im Gesicht. Sich das Gift der Ereignisse aus der Wange zu reißen: da bleiben Krater zurück.

Sehr nah von mir stirbt derweil jemand, den ich lang’ schon kenne, ganz real. Das ist keine Nachricht aus dem TV. Der Körper will nicht mehr, ist alt, doch die mörderisch gewissenhaften Maschinen halten ihn hier fest. (Anderswo werden Körper einfach so hingeschmissen, als wären sie nichts, gälten nichts. Sie fallen. Keine Zeit zu siechen, drüben in den Bergen.)
Alles ist gleichzeitig: wie oft schon wusste ich das. Und alles ist bereits da.
(Schau, eine Meise! Sie pickt, wenige Meter nur entfernt, an einem Baum. Was hat sie da nur gefunden? In die Kastanie wird sie doch nicht hineinpicken wollen.)
Immer noch Sommer: die letzten warmen Tage. Oder die vorletzten. Vorvorletzten. Vorvorvorletzten. Es gibt kein Ende, für gar nichts. Nur Bewegungen. Im Schall. Im Rauch.
Weitermachen.


Tagebücher:: Farah Days Tagebuch
189 reads

Dauert noch, ff





Tagebücher:: Farah Days Tagebuch
255 reads

post scriptum

(Madame ist müde. Madame vermutet, dass eine Dosis Belanglosigkeit für diesen Sonntagnachmittag absolut das richtige wäre.)
((Welch schönes Wortpaar übrigens: "belanglos" und "bedeutsam".))





Aktuell: TTagesjournal
165 reads

Ungefähr so

Heute Atelierauszug ins Zwischenlager. Wenn Sie wissen wollen, wie sich so etwas anfühlt, werfen Sie einen Blick auf die folgende Abbildung.

Knarzend grüßend:
Mme TT




Aktuell: TTagesjournal
264 reads

Unter Künstlern



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Aktuell: TTagesjournal
252 reads

Ablenkungsmanöver

Kennen Sie das zufällig? Gerade in Zeiten großer Anspannung setzt bei Madame ein Procrastinationsreflex ein, der so rasch vom Hundertsten ins Tausendste führt, dass Madame inzwischen eigentlich schon steinreich sein müsste ... ; )




Hart am Thema >>> übrigens auch der unübertroffene Ernst Jandl!


Atelier:: Skizzenbuch
198 reads

Anderswo

Guten Morgen! Schwierige Tage sind das momentan: ich habe mein Atelier zusammengepackt. Ein neues wird sich zwar finden, doch wann steht in den Sternen, sodass im alten jetzt Dutzende Kartons und Riesentüten herumstehen und wild durcheinanderreden. Ja, sie sprechen unentwegt zu mir, ebenso wie die großen Papierrollen, auf die ich meine Kollagen, abgetragen von den Wänden, aufgebracht habe. Fast hätt' ich alles zerrissen, vernichtet, doch mein Verbündeter griff ein, bevor ich radikal werden konnte. Nun ist alles verpackt, gerollt, verstaut und in der Schwebe. Heute Nachmittag kommt eine Dame zur Vor-Abnahme, nächste Woche Dienstag dann zur endgültigen. Umzug also, aber wohin? Falls nicht ein kleines Wunder geschieht, wandert meine künstlerische Habe erst einmal in eine Zwischenstation.
Sie können sich vorstellen, geschätzte Leser:innen, wie heikel sich das alles anfühlt. Mein Gönner, der mir das Atelier jahrelang ohne Kosten zur Verfügung gestellt hat, hatte mich gewarnt: Irgendwann, sagte er schon zu Anfang, käme der Tag, an dem ich anstandslos meine Sachen zusammenpacken müsse. Seine Nachricht fand ich vor, als ich aus Paris zurückkehrte. Keine Frage, dass ich zutiefst dankbar bin für die Zeit, die ich hatte, keine Frage natürlich auch, dass ich meinen Teil der Vereinbarung ebenso einhalte wie er den seinen. Nur, in Frankfurt und Umgebung ein neues, bezahlbares Atelier zu finden ist nicht einfach. Ab September geht auch die Seminarsaison wieder los, da ist zum Suchen wenig Zeit.
Das soll keine Klage sein: Ich war privilegiert mit diesen Räumen, solange sie währten - es gibt nicht viele Leute, die Künstlern einfach so etwas zur Verfügung stellen, ganz außerhalb der üblichen "Und was hab' i c h davon" - Muster.
Sie sollen nur wissen, Leser:in, warum sich hier auf TT zur Zeit nicht die Konzentration einfindet, die mir so lieb ist: ich bin einfach zu fahrig zum genüsslichen Schreiben.





Aktuell: TTagesjournal
313 reads

Alles hauchdünn

Montag, 11. August 2014

Viele Vorhaben und Verfahren momentan in der Schwebe: Alles ist wahr. Auch das Gegenteil.
Zu viel gewollt, zu wenig gewollt, zuvielzuwenig gelesen, gemerkt, gespürt.
(Bleib' Dir troy, ströme, sei eigenmächtig.)

Wie flüsterte ich kürzlich der Freundin ins Ohr: "Du musst niemandem einleuchten."
DU MUSST NIEMANDEM EINLEUCHTEN.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, aber Vorsicht verstellt mir die Sicht. Lieber mutig und nachsichtig mit den Scherben.
Und weiter, weiter! Heute ist mein Tag, gestern ist Schnee.


Tagebücher:: Farah Days Tagebuch
269 reads

All we are





Meine Wandkollagen entwickeln sich langsam, aber sicher ins Dreidimensionale...


Fotoserien:: Spuren hinterlassen
230 reads

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Atelier:: Skizzenbuch
284 reads

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