wieder der jährliche Design-Job auf der Ambiente. Nachdem wir 2009 mit unserer
gestalterischen Intervention so gut ankamen, sind
Thomas Erdelmeier und ich wieder gebucht. Drei Tage Knochenarbeit. Vergnügliche Knochenarbeit. Auftraggeber wie letztes Jahr
Thomas Tritsch.
phyllis - 08. Feb 2010, 12:57
muss heute wegen exzessiven Müßiggangs leider ausfallen.
phyllis - 07. Feb 2010, 20:05
Würden bitte alle sofort diese Schutzhüllen schreddern, in die sie ihre blöden kostbaren Handys stecken? Wie sieht das denn aus, wenn man einen Anruf entgegen nimmt und erstmal das Gerät aus dem Kondom ziehen muss? Hm? Weg damit.
phyllis - 06. Feb 2010, 17:27
Ende Februar im Hessischen Literaturforum:
Seminar »Dichtung und Internet« mit Alban Nikolai Herbst
Werde dort sein.
Dieses Jahr soll eines der Teilnahme werden. In jeder Beziehung.
Soweit ich weiß, sind noch Plätze frei.
phyllis - 04. Feb 2010, 10:36
Neurodermitis, meine alte Freundin. Mein anderes Gesicht. Heisses Wasser schwappt von innen gegen die Haut; die Flut kommt.
Warum ich das einstelle? Weil mich glatte Oberflächen zunehmend weniger interessieren, an mir nicht, an anderen nicht.
(Nachtrag: Ich musste das Selbstporträt entfernen, das zu diesem Beitrag gehörte. Hat mich zu sehr irritiert.)
phyllis - 03. Feb 2010, 11:10
Eine Frage der Haltung. Man kann morgens eine erstellen, sich den Tag in Aufgaben einteilen. Oder stattdessen abends eine, die rekapituliert, was man denn tatsächlich gemacht hat. Woraus sich Schlüsse ziehen lassen, wo die wahren Prioritäten liegen. Die Fragestellung gilt natürlich nur für Selbstständige, die ihren Tagesablauf in eigener Regie verwalten.
phyllis - 02. Feb 2010, 10:13
Angst, sprach gestern mit Mahmegani darüber, vor der Erwartungshaltung der anderen: Ihr ausgeliefert sein. Überforderung, meint er, ein altes Motiv. Müsse aus meiner Kindheit stammen. Meine vergeblichen Versuche, die Ehe meiner Eltern »heil« zu machen. Na, so vergeblich waren sie nicht.
Wir hörten diesen Schweizer Psychotherapeuten im Radio vor einiger Zeit - ich erzählte schon in einem älteren Beitrag davon -Josef Giger Bütler. Mahmegani hatte die Sendung aufgenommen. Bütler sprach über Depression.
Bei jedem zweiten Satz des Mannes dachte ich, er meint mich, Mahmegani ging es genauso. Der Begriff, mit dem wir beide uns sofort identifizierten: Überforderung. Da hat ein junges Gehirn zu früh schon übermäßigen Druck ausgehalten, zu viel Verantwortung übernommen.
Wer jetzt einwenden möchte, es gäbe da doch wohl noch ganz andere, härtere Fälle als uns, Traumata, Menschen, die in ihrer Kindheit weit schlimmeres erlebt haben als die entfremdete Ehe ihrer Eltern: Willkommen. Denke ich auch ständig.
Seit ich mich selbst reflektieren kann, sag’ ich mir, ich hab’ kein Recht, mich als beschädigt oder leidend wahrzunehmen. Mein Zustand, herrscht mich eine Stimme in meinem Kopf an, sei ein Kinderspiel gegen das, was andere durchmachen mussten und müssen.
»Ein Kinderspiel«: Wie unheimlich dieses Wort klingen kann, wenn man ihm nachlauscht.
Sich auf diese Weise zu relativieren ist eine Sackgasse. Wohlfeiler Trick dem eigenen Selbst gegenüber. Damit man weiter funktioniert. Einigermaßen unauffällig bleibt.
Funktionieren: Ich erinnere mich, die Geschichte liegt drei Jahre zurück, ich war mit einem englischen Galeristen befreundet. S... ist ein bekannter, im Kunstkontext mächtiger Mann, physisch sehr präsent, kräftig im Körperbau. Trägt perfekt sitzende Anzüge. (Ich gestehe, wenn mit Stil getragen lassen mich Anzüge nicht kalt)
Betritt S... einen Raum, formieren sich die Leute wie magnetische Fischchen zu ihm hin, halb gierig, halb ängstlich; ich hab’ das immer wieder beobachtet. Viele kuschen vor ihm, seine Mitarbeiter, die Kinder, nicht wenige seiner Künstler. Auf jeden Fall, der Mann war und ist Macht gewohnt. Diszipliniert. Eisern mit sich selbst. Wir waren seinerzeit in New York bei einem Künstler zu Gast, L...W..., ein offenbar langjähriger Freund; ich selbst hatte bis dato nur seine Arbeit gekannt. Charismatische Persönlichkeit, gut gealtert. Zu dritt verbrachten wir den Abend an einem offenen Kamin, redeten, sahen uns Arbeiten an, tranken Whiskey, ganz klassisch. Als wir uns verabschiedeten, sagte L...W... dicht an mein Ohr: »Take care with S., will you? He is very fragile.«
Ich nickte nur. Zurück im Appartment erzählte ich ihm von diesem Satz. Er war wie hypnotisiert. »It’s true, you know..« sagte er, auch Wochen später noch staunend, »...I am very fragile.«
Klang durchaus bizarr aus seinem Mund. Sieh’ an, dachte ich, aus einem einzelnen, wohlmeinenden Wort hat sich für diesen mächtigen Mann eine neue Fläche geformt. Als hätte ausnahmsweise mal jemand seiner inneren Ausstellung ein Podest hinzugefügt. Darauf legt er nun einen Teil von sich: jenen Geist von Erschütterbarkeit, für den er vorher keinen Namen hatte, keine Legitimation, erst das Wort des Freundes hat dafür Platz geschaffen.
Ich hatte wirklich den Eindruck, S... war von »fragile« bezaubert. Es machte ihn frei, diesen Aspekt von sich verstanden und benannt zu wissen. Mich rührte das.
Nach einigen Wochen ließ der Effekt allerdings nach. Er verlor das Interesse an seiner Verletzlichkeit und wandte sich wieder seinen Stärken zu.
»Ich brauche mindestens dreißig Prozent meiner täglichen Energieressourcen allein dafür, meine Denkwege von dieser Angst frei zu schippen. Damit ich mich normal bewegen kann. Ich hab’ eigentlich immer Angst« sage ich zu Mahmegani.
»Dafür kriegst Du das, was Du machst, verdammt gut hin« sagt er.
»Ich hab’ genug Energie zur Verfügung. Irgendwann lässt die aber vielleicht nach.«
»Dann ziehen wir aufs Land, laden die Freunde dazu und buddeln im Garten nach Kartoffeln. Mach’ Dir keine Sorgen.«
phyllis - 31. Jan 2010, 12:18
Ein Kaufbeleg des
"V"-Magazins "The size issue" (lesen, wenn angekommen)
"What matters now" von Seth Godin (gelesen, danke mfree!)
Terminübersicht für
SABA - Stipendienprogramm der Crespo Foundation (hingehen)
Ein kleines online-
Handbuch über Interviewtechniken (lesen)
Die Veranstaltungstermine der
Crespo Foundation, deren Website ich betreue (besuchen)
Eine Einladungskarte für ein
Percussion Konzert im Haus am Dom (empfehlenswert, hingehen!)
"50 Erfolgsmodelle", erschienen bei Kain und Aber (gelesen)
1 CD mit Texten der Teilnehmerinnen meines letzten Schreibworkshops (archivieren)
Meine neueste Zeichnung "Safe House" (einscannen)
Mein Gesprächsprotokoll-Buch mit Notizen meines letzten Arbeitsgesprächs (auswerten)
Notizen aus der heutigen Online-Recherche in Sachen Webredaktion für die Crespo Foundation (übertragen, in konkrete Arbeitsschritte umsetzen)
Mein Terminkalender (aktualisieren)
Ein Brief (in der Tat, ein richtiger B r i e f) eines Frankfurter Professors, der mein Buch
"Fat Mountain" gelesen und kommentiert hat (antworten)
Meine To-do Liste für heute (möglichst wenig auf morgen übertragen...)
1 Serie Fotos, die ich gestern von mir inszeniert habe (archivieren oder veröffentlichen)
Aiii. Und der Tag schon halb rum. Immerhin hab ich das Verlinken jetzt mal geübt.
phyllis - 28. Jan 2010, 14:33
die Schulterpartie nach einem Tag am Rechner. Beton. Stelle eben eine Anzahl kurzer Geschichten zusammen, die publikationsfähig sein könnten. Weiß der Geier, warum ich so lange damit gewartet habe. Morgen gehe ich ins Atelier, um nicht zwei Tage hintereinander in dieser vermaledeiten Sitzhaltung zu verbringen.
phyllis - 25. Jan 2010, 21:03