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Der Misantroph als solcher...
Der Misantroph als solcher ist nun mal per se kein Freudianer!
walhalladada (Gast) - 8. Juni, 20:56
Nö.
;-)
Lo - 6. Juni, 10:02
Freut mich,
wird auch fortgesetzt!
phyllis - 6. Juni, 09:08


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Zuletzt aktualisiert: 25. Juni, 01:14

Nachgefasst: Zwei Cindys und ein Joker

Sehen Sie, ich spiele nicht in der gleichen Liga wie Cindy Sherman, und mit Cindy aus Marzahns grellem Humor kann (und will) ich’s auch nicht aufnehmen - um nur zwei Künstlerinnen zu nennen, die sich konzeptuell mit Fragen von Identität, Rollenbildern, Körperlichkeit und Sexualität auseinandersetzen. Beides Frauen, unnötig zu sagen, die ich bewundere.
Ich bin ein Joker. Ich weigere mich, konventionelle Ausstellungen zu machen. Ich betrete auch keine Bühnen, außer der virtuellen. Beides war mal anders, doch das liegt ein paar Jahre zurück. Auf meinen Vernissagen langweilte ich mich wegen der ewig zu wiederholenden Aussagen die eigene Arbeit betreffend, auf der Bühne ging’s mir, einmal hinunter gestiegen, schlecht, weil ich mir einbildete, die Leute würden mich fressen wollen. Also ging ich ins Netz.
Wenn das mal keine saugute Entscheidung war.
Klar, auch eine Bühne. Aber eine, auf der ich den Kontext, innerhalb dessen ich künstlerisch wirken will, erstmal schaffen muss. So ein Weblog ist ein inflationäres Produkt. Es ist verdammt leicht, eins zu machen. Und durchaus schwer, ihm eine Gestalt zu geben, die über Äußerungen privater Meinungen und Befindlichkeiten hinausgeht. Muss man ja auch nicht.
Ich aber schon. Ich muss. Künstlerisches Handeln ist kein Spaziergang im Grünen. Es treibt einen. Und man versucht ständig, die Zügel in der Hand zu behalten, obwohl man weiß, ohne Zügel wird’s aufregender.
Ich schreib’ das absichtlich so schlicht, theoretisieren war noch nie attraktiv für mich, das können andere besser. Die meisten Künstler:innen sind heilfroh, wenn die ersten Kunstgeschichtler und Kulturwissenschaftler beginnen, sich auf das Werk einzulassen – dann müssen sie diese Verkontextualisierung nicht mehr selbst leisten. Am besten sind natürlich Doktorarbeiten ; )
Anyway, in meinem Fall ist das nur ansatzweise geschehen bisher, deshalb bin ich noch zuständig. Vielleicht auch besser so.
Eine meiner guten Entscheidungen war die, TT vor einiger Zeit mit „Ateliertagebuch“ zu untertiteln. (Obwohl ich immer noch dem damals von Alea Torik vorgeschlagenen „Künstlertastaturin“ nachtrauere, doch das klang einfach zu textlastig)
Ich lasse Sie, Leser:innen, an Prozessen teilhaben: d a s wird durch das Tagebuch möglich. Mir selbst gestehe ich zu, Zwischenständen ebenso viel Gewicht einräumen zu dürfen wie Ergebnissen – auch d a s ermöglicht die Tagebuchform.
Manchmal schreibe ich literarische Texte, manchmal auch Unfug – Ungefügtes. Manchmal zeige ich hingeworfene Zeichnungen, manchmal welche, an denen ich lange gearbeitet habe. Zwischendurch zeig’ ich so ziemlich alles, was mir Vergnügen macht. Ich robbe mich hier auf TT so langsam an etwas heran, das ich ganz heimlich für mich selbst „Profil“ nennen würde.
Ich will ein Revier markieren. Ganz ohne Theorie wird das nicht klappen, aber ich hoffe immer noch, dass die nach und nach - nicht nur durch meine Hand - den Knochen liefern wird, an dem das Fleisch sitzen kann. (Mit Fleisch kenne ich mich aus)

TT, und auch die Reihe „Einmal geübt, schon gekonnt“ ist verwandt mit Ansätzen, die andere Künstlerinnen in anderen Territorien erfolgreich veranschaulichen. Dass ich sie im Netz zeige, macht sie allerdings verwundbar. Würde ich ein Foto wie das jüngste im Zuge einer Gruppenausstellung zum Thema weibliche Rollenbilder zeigen, käme wohl niemand auf die Idee, mit einem anderen Besucher darüber zu diskutieren, ob die Künstlerin nun ein Höschen trägt oder nicht. Dass das im Netz anders läuft, ist gleichzeitig Vor- wie Nachteil, interessant für mich ist es allemal. Auch riskanter. Aber interessant. Für mich ist die Serie vor allem anderen eine Neuinszenierung von Identität: ich markiere ein Frausein mittels unterschiedlicher Szenarien; ich vergewissere mich meines eigenen Blickes. Die Fotos entstehen mit Selbstauslöser: wäre ein Fotograf anwesend, sie würden viel zu perfekt, um dem Werden, das mich interessiert, noch entsprechen zu können. Es geht darum, nicht üben zu müssen. Auch das Frausein nicht. Sondern eine zu sein. Mit allem.

(to be continued)

p.s. Eben lese ich, Melusine B.zitiert >>>hier den Kontext, in dem sie die Serie wahrnimmt... uff ; )


21:23
Bin ein bißchen außer Atem. Und danke Ihnen, Leser:innen, für die Welle. Vieles von dem, was Sie heute geschrieben haben, wird noch eine ganze Weile nachwirken.


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