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Nö.
;-)
Lo - 6. Juni, 10:02
Freut mich,
wird auch fortgesetzt!
phyllis - 6. Juni, 09:08


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Juli 2011
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Online seit 3854 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 25. Juni, 01:14

Der lässige Gestus

Klar: wir mögen die Künstler relaxed. Ich könnte Ihnen aber auf die Schnelle zwei Dutzend aufzählen, die toll sind und kein bißchen faul. Ebensowenig wie Schriftsteller:innen, Tänzer:innen, Musiker:innen usw. Hat auch zunächst mal gar nichts damit zu tun, ob sie im üblichen Sinne erfolgreich sind oder nicht. Wenn Sie Tagebücher oder Briefwechsel lesen, werden Sie merken, es gibt eine ganze Reihe, die arbeitet tatsächlich wie Beamten (obwohl ich von Beamten definitiv wenig weiß) nach geregelten Zeiten, soundsoviele Stunden am Tag. Ob man es dann öffentlich verkündet, dieses eigene Pensum, ist natürlich eine andere Sache: So eine Schaffermentalität gilt ja schnell mal als uncool, da tun manche vielleicht lieber so, als fielen ihnen die ganzen schönen Ideen einfach zwischen Frühstücksei und Morgenschiss aus dem Gehirn.
Der hat dann natürlich mehr Flair, der genialische Wurf, da kann man als Rezipient einfach denken, mei, das würde ich auch gern können. Ohne sich der Vorstellung aussetzen zu müssen, dass künstlerische Produktion nur zu einem Bruchteil aus Talent und Inspiration besteht, und zum Hauptteil aus .... brrrr... Arbeit. Und zwar kontinuierlicher. Und manchmal auch ziemlich angespannter.

Faulheit macht ganz gewiss den schöneren Gesichtsausdruck, aber nicht die bessere Kunst! Sag’ ich. Eigenartig, wie unsympathisch das Bemühen, besonders das angestrengte, auf manche von Ihnen wirkt. Und wenn man sich schon verheizt, sollte man tunlichst vermeiden, es anderen unter die Nase zu reiben, weil man sich damit sofort zum Besserwisser macht. Niemand mag Besserwisser. Ich übrigens auch nicht.
Doch wir unterschätzen dabei, wie sehr sich die Entscheidung, die künstlerische Produktion zum Hauptanliegen des eigenen Lebens zu machen, auf die Persönlichkeitsstruktur auswirkt. Ich meine, die meisten Künstler können nur ziemlich mühsam von ihrer Arbeit leben, wenn überhaupt. Klar, niemand zwingt sie, welche zu werden, aber lassen wir dieses alberne Argument mal beiseite. (Stellen wir uns bloß nicht vor, wie langweilig und steril es ohne jene würde, die sich ihren Worten, Farben, Noten verschreiben - ohne jegliche Sicherheit, dafür irgendwann einmal wirtschaftliche oder soziale Anerkennung zu bekommen.) Wie viele davon Genies sind? Raten Sie mal. Wie viele davon sind auch nach dreißig Jahren an der Kante leben noch nett? Hm. Einige. Aber nicht alle. Nettsein ist einfach kein Kriterium. Man muss nicht freundlich sein, um gute Kunst zu machen. Auch wenn es für die Selbstvermarktung, zumindest bis man ein stabiles Netzwerk hat, durchaus nützlich sein kann. Ich hab schon Künstler kennen gelernt, gerade in meiner Londoner Zeit, die brachten ihr Lächeln routinierter an den Mann als jedes Hollywood-Starlet.
Worauf will ich hinaus?
Ich bin dafür, die Rezeption einer Arbeit nicht von Sympathie für ihren Urheber abhängig zu machen: wenn mir eine künstlerische Position etwas bedeutet, darf der Künstler, die Künstlerin ruhig ein Arschloch sein. Oder unzugänglich. Oder ein Streber. Oder ein total wunderbarer Mensch. Egal ist mir das nicht: ich will eigentlich immer viel wissen. Es gibt ja die andere Schule, die dafür plädiert, ein Kunstwerk solle unabhängig seiner Quelle wirken und wahrgenommen werden. Völlig legitim – ich interessiere mich trotzdem immer für die Persönlichkeit, die hinter einer Arbeit steht. Ich stelle einfach immer wieder fest, ich hab’ dann mehr Zugang. Ob jemand den Weg dorthin wie einen Schild vor sich her trägt oder sich für die lässige Geste gernhaben lässt – Arbeit ist es immer.


22:33
((off topic: Wo ist eigentlich sowieso abgeblieben?))


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