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@C.Araxe
Habe ich eben getan und danke für den Hinweis!
phyllis - 18. März, 12:35
@LO
Ghettofaust! ; )
phyllis - 18. März, 12:34
Mögen Sie auch hier...
Mögen Sie auch hier Ihre neue Heimstatt hinterlassen?
C. Araxe - 11. März, 00:10
*daumenhoch*
;-)
Lo - 24. Februar, 12:55
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phyllis - 22. Februar, 15:28
Toll
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albannikolaiherbst - 14. Februar, 22:20
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Ich hör's knarren unter meinen Füßen - geht ins Ohr und...
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Auf die Liebe! Aber bitte...
Auf die Liebe! Aber bitte ohne Kitsch.
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Wäre schön,...
Wäre schön, wenn hier auf twoday.net alles so weiter laufen würde,...
C. Araxe - 8. Januar, 23:21
sieht für den anfang...
sieht für den anfang schon mal gut aus.
bonanzaMARGOT - 8. Januar, 06:18
OHHH!
OHHH! Hier scheint bei Twoday etwas nicht zu stimmen. Hoffentlich nicht...
Lo - 7. Januar, 13:35
Auf die Liebe.
Mögen Sie sie spüren heute Nacht - und in...
phyllis - 31. Dezember, 13:25
Ich kann dazu
noch keine Auskunft geben - die Introspektion ist noch in vollem Gange!...
phyllis - 27. November, 18:40
vermutlich. Spiegel-Leser. ..
vermutlich. Spiegel-Leser sehen anders aus. ;-)
Lo - 27. November, 17:59
ist das ein spiegelfechter?
ist das ein spiegelfechter?
la-mamma - 27. November, 15:25
Aber Herr Lo, wir
sind doch alle hart im Nehmen, oder? ; )
phyllis - 27. November, 11:46


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Zuletzt aktualisiert: 24. März, 19:27

Farah Days Tagebuch, 47


Sonntag, der 13. November 2016


Leonard Cohen war der Mann im dunklen Anzug, in dessen sonore Melancholie ich mich fallen ließ, wenn ich fürchtete, mein Chaos nicht mehr aushalten zu können. Als ich noch keine hatte, hat er mir eine Haut gesungen, seitdem trage ich sie unter meiner eigenen. Sie ist ganz weich.

Ring the bells that still can ring

Forget your perfect offering

There is a crack in everything

That’s how the light gets in.


Er ist gestorben.
Stille, erst einmal. Ich lausche immer noch.
Wie das eben ist, wenn jemand stirbt: jemand, auf den es ankommt.

Zwei Ardbeg gestern. Zum Trost. Aber auch, weil B. mich in der Lobby des Hotels warten ließ, in das er mich bestellt hatte. Während er eine Etage höher in einer Konferenz saß, nahm ich in einem der Sessel Platz. Ich trug den schwarzen, fast bodenlangen Kaschmirmantel, hohe Stiefel und sonst nichts.
Das Foyer war pastellig beleuchtet, dazu starkes Lila aus zwei Lichtschächten an der Decke. Ich hatte einen Sessel gewählt, in dem mich jeder würde sehen können, der aus dem Lift träte. Ab- und an hörte ich, wie sich seine Türen öffneten, blickte aber nicht hin. Irgendwann würde es B. sein; das würde ich beim Atmen spüren. Etwas in der Luft verändert sich, wenn er da ist.
Noch war ich offline, doch die Dame an der Rezeption hatte mir einen Code ausgehändigt. Eigentlich rechnen wir den Zugang pro Stunde ab, hatte sie gesagt, doch ihnen erlasse ich die Gebühren. Ich hatte den Zettel mit dem Code dankend entgegengenommen, meinen Mantel fest um mich gezogen und war zurück zu meinem Sessel gegangen.
Ich öffne mein Laptop, gebe die Zahlenfolge ein und warte.

- Ich will das Kügelchen platzen spüren
tippt B. aus dem ersten Stock.

Meine Finger flattern über der Tastatur wie frisch geschlüpft.

It works every time, hat Cohen einmal in einem Interview gesagt und meinte die Sogwirkung seiner Songs. Wie Schatten, unter die man kriecht,
wie wir als Kinder, früher: ein paar Decken über einen Tisch werfen und schnell drunter.
Cohen wusste, was Intimität bedeutet. Und ich, heranwachsend, lernte es auch.
Ich habe lange über sie nachgedacht in den letzten Jahren. Warum sie für mich, hätte ich sie beschreiben wollen, stets dunkel war, im Gegensatz zur Vertrautheit mit einem Menschen. Die immer hell ist.
Es gibt einen Raum zwischen Wollen und Nichtwollen, eine Zeit und einen Klang. Dort eröffnet sie sich. Das Frappierende ist, man kann dort nicht willentlich hin, unwillentlich aber auch nicht.
Intimität wird gegeben.
Und nur, wenn Du einen Raum hast, eine Zeit und einen Klang, wirst Du wissen, dass es gerade passiert.


Tagebücher:: Farah Days Tagebuch
661 reads

g a g a - 15. Nov 2016, 00:10

.
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